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Thor Masters in Nykobing (DEN)




Vom 23.-25. März stand für mich das Thor Masters Turnier in Dänemark auf dem Programm, die letzte Möglichkeit mich für Europameisterschaft Ende April in Zagreb zu empfehlen.

Ich traf in der ersten Runde auf den jungen Schweden Niklas Oehlen. Ich konnte das Kampfgeschehen von Anfang an bestimmen und holte mir so auch direkt in der ersten Hälfte die Bodenlage, obwohl die Taktik eigentlich etwas anderes vorgesehen hatte. Da ich am Boden kein Kapital aus meinem Vorteil schlagen konnte, ging der Kampf mit einem knappen 1:0 in die Pause. Mir war klar, dass ich nach der Pause Vollgas beginnen musste, damit ich nicht selber in die Bodenlage geschickt werden würde. Es gelang mir dann auch direkt zu einem Rumreisser anzusetzen und diesen auch erfolgreich zu Ende zu bringen, was mir weitere 4 Zähler einbrachte. Mein anschliessender Ausheber endete im Aus, was mir einen weiteren Punkt einbrachte, womit ich bereits mit 6:0 Punkten in Führung lag. Da ich jedoch auf keinen Fall nur verwalten und den Sieg irgendwie über die Runden bringen wollte, drückte ich weiterhin aufs Tempo. So gelang mir dann noch einmal ein Rumreisser mit anschliessendem step out meines Gegners, was zum 7:0 führte, was gleichbedeutend mit dem Endresultat war. Ich hatte also die Starthürde zum Thor Masters erfolgreich überwunden.


In der zweiten Runde wartete mit Zaur Kabaloev ein ganz grosses Kaliber. Der gebürtige Russe, der mittlerweile für Italien startet, konnte 2019 die European Games in Minsk gewinnen.

Meine Marschrichtung war auch in diesem Kampf klar vorgegeben: Von Anfang an Druck ausüben und den Gegner bewegen und ermüden.

Auch dieses Mal konnte ich die Bodenlage in der ersten Hälfte holen und hatte die Chance am Boden zu punkten, was mir jedoch auch dieses Mal nicht gelingen sollte.

Wieder ging ich mit einem minimalen 1:0 Vorsprung in die Pause und musste nach der Pause nun wieder versuchen im Stand zu punkten. Der Italiener aber kämpfte sehr geschickt, dass mir das nicht gelang. Somit musste ich in die angeordnete Bodenlage. Ich wehrte mich lange erfolgreich gegen seine Ausheber-Versuche, musste mich aber schlussendlich doch noch einem unerwarteten Durchdreher beugen. Somit ging der Kampf bei einem Stand von 1:3 in die Schlussphase. Es gelang mir bis zum Ende des Kampfes nicht mehr zu punkten. Somit verlor ich meinen zweiten Kampf knapp.

Da jedoch nicht im KO-System gerungen wurde, erhielt ich am zweiten Turniertag noch einmal die Chance in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.


Im dritten Kampf traf ich auf den Deutschen Witali Lazovski, einen Altbekannten Gegner. Lazovski der einen ähnlichen Ringstil wie ich hat, schaffte es mich von Anfang an unter Druck zu setzen und mich zu bewegen. Ich schaffte es überhaupt nicht in den Kampf zu finden und war ständig am reagieren. Das führte dazu, dass ich als erster passiv war und in die Bodenlage geschickt wurde. Dort gelang es Lazovski mich mit seiner Spezialität, dem seitlichen Ausheber auszuheben und zu werfen. Diese Aktion brachte ihm 4 Punkte ein. Mit einem Punktestand von 5:0 ging es nun also in die Pause. Ich war nun gefordert und musste unbedingt punkten, wollte ich nicht aus dem Turnier ausscheiden. Es gelang mir dann im Stand auch etwas besser den Kampf zu machen, wodurch ich es schaffte mir eine Bodenlage zu erzwingen. Leider blieb ich auch dieses Mal erfolglos. Das bedeutete, dass ich es einmal mehr im Stand richten musste. Der Deutsche verteidigte sich jedoch sehr geschickt und brachte seinen Vorsprung über die Zeit.


Nach dieser Niederlage stand fest, dass ich nach 3 Kämpfen aus dem Turnier ausgeschieden war. Es waren einige sehr gute Ansätze dabei, aber leider fehlte mir in den entscheidenden Momenten etwas die Kaltschnäuzigkeit um die knappen Kämpfe zu meinen Gunsten zu entscheiden.


Im Anschluss an das Turnier fand in Dänemark ein Trainingslehrgang statt. Es galt nun in diesem, die im Turnier gemachten Fehler zu analysieren und direkt in der Praxis besser zu machen.

Ich konnte viel aus dem Turnier und Trainingslager mitnehmen, was mich sehr positiv auf den weiteren Verlauf der Saison blicken lässt. Ausserdem erhielt ich noch während dem TL die erfreuliche Nachricht von National Coach Oli Hassler, dass ich im Gewicht bis 67kg für die Europameisterschaften selektioniert worden sei.

Mit den gemachten Erfahrungen und der positiven Nachricht die Schweiz bei der EM vertreten zu dürfen reiste ich nach Hause um gleich im Anschluss die Greco Schweizermeisterschaften in Martigny in Angriff zu nehmen.

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